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Die Elbe mit ihrem Quellgebiet im Riesengebirge hat eine Gesamtlänge
von 1.091 km, davon 727 km auf deutschem Gebiet. Seit Jahrhunderten
wird sie für Schifffahrt genutzt. Sie erschließt mit
ihren Nebenflüssen und abzweigenden Kanalstrecken einen Verkehrsraum,
der 7 Bundesländer und Tschechien umfasst. Über den Elbe-Lübeck-Kanal
bietet die Elbe die einzige nationale Anbindung der deutschen Binnenwasserstrassen
an die Ostsee, deren größter deutscher Hafen enorme Transitfunktionen
für die 9 Ostseeanrainer leistet. Der Hamburger Hafen ist der
zweitgrößte Containerhafen Europas und verfügt mit
der Elbe über eine umweltfreundliche Alternative im Verkehr
mit seinem natürlichen Hinterland in Mittel- und Osteuropa.
Vor mehr als 100 Jahren war die Elbe - gemessen an der Zahl der
Schiffe - die verkehrsreichste Wasserstraße Europas. Zwei
Weltkriege und die deutsche Teilung hinterließen auf der Elbe
besonders tiefe Spuren. Die DDR setzte im Güterfernverkehr
einseitig auf die Eisenbahn. Die deutsch-deutsche Grenze schloss
die Elbe über Jahrzehnte von der Weiterentwicklung und dem
Anschluss an das europäischen Wasserstraßennetzes aus.
Gut zehn Jahre nach der Überwindung der deutschen Teilung
könnte die Elbe ihre geographische Gunst als Wasserstrasse
wieder voll entfalten. Sie ist jedoch anders als der Rhein, Binnenschiffe
mit einer Kapazität von bis zu 500 Standardcontainern (TEU)
und 3,20 m Tiefgang befahren, durch geringe Wassertiefen und zeitweise
langanhaltende Niedrigwasserperioden im Sommer, aber auch durch
mitunter extreme Hochwasserperioden geprägt. So musste der
Verkehr auf der Elbe von Juli 1999 bis Januar 2000 weitgehend eingestellt
werden, weil die Wassertiefe an vielen Stellen zwischen Magdeburg
und Dresden nicht einmal einen Meter betrug.
Diese unsicheren Wasserstände sind hauptsächlich darauf
zurückzuführen, dass die Elbe nicht wie beispielsweise
Rhein oder Donau über Schmelzwasserzuflüsse im Sommer
verfügt. Für die Binnenschifffahrt bedeutet dies eine
gravierende Benachteiligung gegenüber anderen Verkehrsträgern,
da Zuverlässigkeit ein entscheidendes Kriterium für die
Wahl des Transportmittels ist. Zudem können die Schiffe wegen
mangelnder Fahrrinnentiefe oftmals nicht voll beladen werden und
fahren daher unwirtschaftlicher.
Karte als pdf-Datei: Das
Elbstromsystem im deutschen Wasserstraßennetz

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